Kunst.Hand.Werk, Kurze Straße 3, Göttingen

Das Kunst.Hand.Werk-Projekt, in der Kurzen Straße 3 in Göttingen fördert regionale Kunst und Künstler*innen. In unseren Ausstellungen, die in regelmäßigen Abständen wechseln, zeigen regionale Künstler*innen ihre Werke. Neben unseren Ausstellungen finden bei uns auch von Zeit zu Zeit Workshops, kleine Konzerte, Vorträge, Lesungen oder Diskussionen statt. Informationen und Bilder unserer aktuellen Ausstellung sehen Sie unten. Falls Sie Interesse an einer eigenen Ausstellung haben, nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf. Wir freuen uns auf Ihren Anruf.

Außerdem gibt es im Kunst.Hand.Werk einen Verkaufsbereich, in dem regionale Künstler*innen täglich ihre Kunsthandwerkartikel verkaufen. Stöbern Sie hier gerne in den handgefertigten besonderen Artikeln, die sich wunderbar als Geschenke eignen. Unsere Kunsthandwerker*innen sind gerne als Ansprechpartner*innen zu den u.g. Öffnungszeiten für Sie da. Das Projekt Kunst.Hand.Werk wurde in der Startphase von Aktion Mensch gefördert und erfreut sich inzwischen einer wachsenden Beliebtheit sowohl bei Künstler*innen als auch bei unseren Kundinnen/Kunden. Der Laden in der Kurzen Straße 3 liegt direkt am Göttinger Wochenmarkt. Schauen Sie doch einmal vorbei bei Ihrem nächsten Besuch in der Göttinger Innenstadt!

Aktuelle Ausstellung im Kunst.Hand.Werk

Ausstellung 12.07. – 26.08.22 – Bilder von Gudrun Keindorf

 

 

… Eindrücke unserer aktuellen Ausstellung …

Herzliche Einladung zur Abend-Veranstaltung -begleitend zur aktuellen Ausstellung-

Über die Ausstellung „SEELENBILDER VOM LINKSFITTICH“ mit Bildern von Gudrun Keindorf …

Dr. Gudrun Keindorf wurde 1965 in der Nähe von Paderborn geboren und kam 1984 zum Studium nach Göttingen. Von 1986- 2007 war sie als Archäologin auf der Burg Plesse. 1993 Dissertation zum Thema „Wege der Überlieferung. Zum Funktions- und Bedeutungswandel der Sagen auf der Burg Plesse“. Seit 1986 bot sie Führungen auf der Burg Plesse an, seit 2002 auch in Göttingen. Sie hat Reiseführer geschrieben, wissenschaftliche Ausstellungen nebst Begleitpublikationen gestaltet, arbeitete als freie Lektorin und als Projektmanagerin. Auch als freie Trauerrednerin ist sie gelegentlich tätig. Außerdem ist sie „Die Geschichte(n)-Erzählerin“. Seit November 2017 hat sie sich erfolgreich zur Linkshänderin zurückgeschult. In dieser Ausstellung nimmt sie uns mit auf die Reise ihrer Rückschulung.
Sie beschreibt diese Reise mit ihren eigenen Worten wie folgt:

„Linksfittich“, so nannte meine Familie mich in meiner Kindheit, wenn ich mal wieder die „falsche“ Hand genommen hatte. „Linksfittich“, so nenne ich mich, weil ich mir seit November 2017 diese verbotene, linke Hand zurückerobert habe. Dieser Vorgang wird „Rückschulung“ genannt. Natürlich macht auch eine umdressierte Linkshänderin manches mit der linken Hand. Aber es gibt keine komplexere Leistung im menschlichen Gehirn als die Schrift. Schrift ist: Gedanken in Buchstaben verwandeln, die Buchstaben denken, die gedachten Buchstaben in eine mechanische Handlung umsetzen, deren Ziel es ist, von anderen gelesen zu werden. Zwingt man einen Menschen, die nicht dominante Hand dafür zu benutzen, bringt das das ganze Gehirn durcheinander, denn man unterdrückt auch
die dominante Gehirnhälfte. Das Gehirn muss Umleitungen bauen und verbraucht so ca. 30 Prozent mehr Energie für die Bewältigung des Alltags als das eines Menschen, der seine natürliche Händigkeit nutzt.

Rückblickend war ich 53 Jahre lang ein dauermüdes, überfordertes Wesen. Ich habe jeden Tag mit eisernem Willen durchgestanden, einmal rund um die Uhr geschlafen und war danach so müde wie zuvor. Es war meine Normalität, ich kannte es nicht anders.
Rückblickend war die Rückschulung die beste Entscheidung meines Lebens. Ich war viele Wege gegangen, um herauszufi nden, wen ich meine, wenn ich „Ich“ sage. Aber etwas in mir fühlte sich immer falsch an. Jetzt bin ich „richtig“, ich sehe in den Spiegel und bin im Einklang mit mir. Meine linke Hand kann Dinge, die die rechte nie konnte. Malen gehört dazu. Ich habe gemalt und damit die Hand trainiert. Ich habe gemalt und meine Träume visualisiert. Ich habe gemalt und mich darin gezeigt. In dieser Ausstellung tritt dieses „Ich“ nach außen.

Wer sich zum Thema „Rückschulung“ informieren möchte, darf Dr. Gudrun Keindorf gerne kontaktieren. Im Laden liegt ihr Kontakt aus und ebenso auch ein Buch mit Geschichten zu den jeweiligen Bildern.

Regionale Künstler*innen verkaufen ihre Kunsthandwerkartikel

Im Kunst.Hand.Werk können Sie handgefertigte Artikel direkt von den Kunsthandwerker*innen der Region kaufen. Hier finden Sie schöne und besondere Geschenke, wie selbstgestrickte Strümpfe, Mützen, Beanies, Etageren, saisonale Accessoires  oder auch Aquarell-Postkarten und vieles vieles mehr.

Ein Besuch lohnt sich! Unsere Kunsthandwerker*innen sind gerne als Ansprechpartner*innen zu den u.g. Öffnungszeiten für Sie da. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

 

 

Kontaktaufnahme

Kunst.Hand.Werk ist ein Projekt der AWO Göttingen und Trialog

Öffungszeiten im Kunst.Hand.Werk-Laden
Dienstag bis Freitag 10:00 – 15:00 Uhr
Samstag 10:00 – 14:00 Uhr
Kurze Straße 3
37073 Göttingen

Ihre Ansprechpartnerin für Ausstellungen
Gaby Gesenberg
Tel. 0551 – 20 19 20 50 oder
Tel. 0176 -81482976

Kontakt per E-Mail:
g.gesenberg@awo-goettingen.de

Ebenfalls in diesen Geschäftsräumen befindet sich auch die AWO – Trialog „Brot-Galerie“, in der Sie Backwaren -Gutes von gestern zum halben Preis- und Kaffeespezialitäten uvm. kaufen und genießen können. Außerdem bieten wir in diesem Projektladen unseren Klient*innen an, das Feld „Arbeit“ für sich neu auszuprobieren. Für ausführliche Infos zu unserem Projektladen „Brot-Galerie“ gelangen Sie bei Klick auf den unteren Button direkt zur Homepageseite.